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Krankheit | Therapie

Chemotherapie bei Brustkrebs?

Prognose-Test verrät Rückfallrisiko
23.01.2018

 Eine Chemotherapie ist bei Brustkrebs oft sinnvoll – aber auch reich an Nebenwirkungen.

Eine Chemotherapie sollten Brustkrebs-Patientinnen vor allem dann in Betracht ziehen, wenn eine erneute Erkrankung droht. Über ihr individuelles Rückfallrisiko gibt ein Prognose-Test Aufschluss. Chem


Eine Chemotherapie sollten Brustkrebs-Patientinnen vor allem dann in Betracht ziehen, wenn eine erneute Erkrankung droht. Über ihr individuelles Rückfallrisiko gibt ein Prognose-Test Aufschluss. Chemotherapie beugt erneuter Erkrankung vor Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart. Befindet er sich noch im Frühstadium, stehen die Chancen gut, dass er sich vollständig operativ entfernen lässt. Neben einer Hormonbehandlung können Patientinnen, bei denen der Krebs im Frühstadium entdeckt wurde, anschließend eine Chemotherapie machen, um eventuell im Körper verbliebene Krebszellen zu zerstören. Die Behandlung ist jedoch langwierig und reich an Nebenwirkungen – zum Beispiel schwächt sie das Immunsystem, lässt die Haare ausfallen und kann vorzeitig die Wechseljahre herbeiführen. Ist ein erneutes Auftreten der Erkrankung unwahrscheinlich, hat eine Chemotherapie daher eventuell mehr Nach- als Vorteile. Prognose-Test kann bei Entscheidung helfen Die Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie sollten Brustkrebs-Patientinnen gemeinsam mit ihrem behandelnden Arzt treffen. Als Unterstützung kann ihnen ein sogenannter Prognose-Test dienen. Er ermittelt anhand der Ausprägung bestimmter Gene, wie wahrscheinlich sich erneut Krebszellen entwickeln. Ergibt der Test ein hohes Rückfallrisiko, sollten Patientinnen auf jeden Fall eine Chemotherapie beginnen. Aber auch bei einem niedrigen Ergebnis verbleibt ein Restrisiko. Manche Mediziner sehen den Test daher kritisch. Nicht alle Krankenkassen erstatten Prognose-Test Ein weiteres Problem: Von der Vielzahl an hierzulande angebotenen Prognose-Tests erstatten die meisten Krankenkassen nur wenige oder überhaupt keinen. Patientinnen sollten sich daher vorab informieren, welche Kosten auf sie zukommen. Mehr Informationen zu den verschiedenen Tests finden sich auf der Website der Deutschen Krebsgesellschaft. Quelle: SBK

Chlamydien-Test für junge Frauen

Infektionskrankheit weit verbreitet
19.01.2018

 Frauen unter 25 bieten die gesetzlichen Krankenkassen kostenfrei einen jährlichen Früherkennungstest auf Chlamydien.

Chlamydien-Infektionen sind hierzulande die häufigste sexuell übertragene Geschlechtserkrankung. Insbesondere für junge Frauen stellen sie ein Risiko dar. Ärzte raten daher zu einem jährlichen Test.


Chlamydien-Infektionen sind hierzulande die häufigste sexuell übertragene Geschlechtserkrankung. Insbesondere für junge Frauen stellen sie ein Risiko dar. Ärzte raten daher zu einem jährlichen Test. Frauen drohen schwere Folgeerkrankungen Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts erkranken jährlich etwa 300.000 Frauen in Deutschland an einer Chlamydien-Infektion. Betroffen sind meist sexuell aktive Frauen unter 25 Jahren. Da Chlamydien nur selten Beschwerden verursachen, bemerken viele der Frauen die Infektion nicht. Es drohen jedoch schwere Folgeerkrankungen – allen voran eine akute Adnexitis, die sich in Unterbauchschmerzen äußert. Auch für Frauen mit Kinderwunsch bedeuten Chlamydien ein hohes Risiko, da es zu folgenden Komplikationen kommen kann:

  • Unfruchtbarkeit
  • Eileiterschwangerschaft
  • Erkrankungen des Ungeborenen (zum Beispiel Lungenentzündung)
  • Frühgeburt.

Krankenkassen übernehmen Chlamydien-Test Die gute Nachricht: Wird die Erkrankung rechtzeitig entdeckt, lässt sie sich gut mit Antibiotika behandeln. Für Frauen unter 25 Jahren gehört ein jährlicher Früherkennungstest auf Chlamydien sogar zu den Regelleistungen – die Kosten der Untersuchung übernimmt also die Krankenkasse. Wird dabei eine Infektion festgestellt, ist es ratsam, dass sich auch die Sexualpartner der letzten 60 Tage behandeln lassen, um eine Weitergabe der Chlamydien zu verhindern.
Um von vornherein das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollten junge Menschen mit wechselnden Sexualpartnern unbedingt auf Kondome zurückgreifen. Den Früherkennungstest ersetzen sie jedoch nicht. Quelle: Frauenärzte im Netz

Fruchtbarkeit beim Mann

Wovon die Spermienqualität abhängt
18.01.2018

 Nikotin, Medikamente oder die Psyche: Wenn es mit dem Kinderkriegen nicht klappt, kann das viele Ursachen haben.

Die Zahl und Beweglichkeit der Spermien beim Mann hängt von vielen Faktoren ab. Bestimmte Erkrankungen, Medikamente und Genussmittel können die Fruchtbarkeit drastisch reduzieren. Worauf Männer mit Ki


Die Zahl und Beweglichkeit der Spermien beim Mann hängt von vielen Faktoren ab. Bestimmte Erkrankungen, Medikamente und Genussmittel können die Fruchtbarkeit drastisch reduzieren. Worauf Männer mit Kinderwunsch achten sollten. Viele Faktoren des modernen Lebens wirken sich negativ auf die Spermienproduktion und -qualität aus. Insbesondere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Übergewicht beeinträchtigen die Fruchtbarkeit des Mannes. Männer, die fettleibig sind (BMI über 30), gefährden sogar den Erfolg einer künstlichen Befruchtung ihrer Partnerin.   Bluthochdruckmittel gefährden Fruchtbarkeit Mittlerweile gibt es Hinweise darauf, dass nicht nur Bluthochdruck, sondern auch die Einnahme von Bluthochdruckmitteln die Fruchtbarkeit einschränkt. Männer mit Kinderwunsch, die Betablocker oder Kalziumantagonisten verschrieben bekommen, sollten daher in enger Absprache mit ihrem Arzt über einen Wechsel der Arzneimittel nachdenken. Nikotin schädigt Spermien bis zu zwei Jahre lang Besonders drastisch vermindert Nikotinkonsum die Fruchtbarkeit. Oft ist hier sogar das Erbmaterial, das die Spermien transportieren, geschädigt. Studien zeigen, dass die Samenzellen von ehemaligen Rauchern bis zu zwei Jahre brauchen, um sich zu erholen. Möglicherweise sogar dauerhaft zur Unfruchtbarkeit führt langjähriger Missbrauch von Anabolika, wie ihn zum Beispiel einige Bodybuilder betreiben. Von einer akuten Überwärmung, etwa durch Fieber, erholen Spermien sich hingegen nach etwa drei Monaten. Potenz ebenfalls entscheidend für Fruchtbarkeit Neben der Spermienqualität hängt die Fruchtbarkeit des Mannes auch von seiner Potenz ab. „Alkohol, Drogen und Psychopharmaka können manchmal die Ursache dafür sein, dass bei einem Mann die Stärke und Dauer der Erektion nicht mehr ausreichen oder sexuelles Verlangen, Orgasmus oder Ejakulation beeinträchtigt sind", erklärt der Androloge Dr. Frank-Michael Köhn. Daneben sind psychische Probleme wie etwa Depressionen ein häufiger Grund für Libidoverlust. Quelle: http://www.internisten-im-netz.de/|Internisten im Netz

RSV-Infektion bei Säuglingen

Nicht mit Erkältung verwechseln
17.01.2018

 Bei Verdacht auf RS-Viren sollten Eltern unbedingt den Kinderarzt kontaktieren.

Von außen betrachtet ähnelt eine RSV-Infektion oft einer harmlosen Erkältung. Doch gerade bei Säuglingen drohen schwerwiegende Komplikationen. Wann Eltern handeln sollten. Infektionen mit dem Respira


Von außen betrachtet ähnelt eine RSV-Infektion oft einer harmlosen Erkältung. Doch gerade bei Säuglingen drohen schwerwiegende Komplikationen. Wann Eltern handeln sollten. Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RSV, treten zwar auch bei Erwachsenen auf. In den meisten Fällen sind allerdings Kinder unter zwei Jahren betroffen. Die Symptome – Husten, Schnupfen, Fieber – klingen meist innerhalb einer Woche von alleine ab. Babys droht bei RSV-Infektion Lungenentzündung Eltern sollten die Lungenerkrankung dennoch unbedingt ernst nehmen: Gerade in den ersten Lebensmonaten droht Babys ein schwerer Krankheitsverlauf mit Bronchiolitis (Entzündung der Bronchiolen) und Lungenentzündung. Eine schwere RSV-Infektion äußert sich unter anderem in einer beschleunigten Atmung und Unlust zu trinken. Eltern sollten bei Verdacht auf RS-Viren den Kinderarzt kontaktieren und eventuell eine Notfallambulanz aufsuchen. Babys möglichst vor RSV-Infektion beschützen RS-Viren werden per Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Da Säuglinge nur ein schwach ausgeprägtes Abwehrsystem haben, kommen sie am besten gar nicht erst in Kontakt mit den Erregerviren. Experten empfehlen Eltern und Betreuern daher, häufig die Hände zu waschen und harte Oberflächen im Haushalt regelmäßig zu desinfizieren. Zudem sollten sie das Baby in den ersten Lebensmonaten möglichst nicht großen Menschenmengen aussetzen. Quelle: Kinderärzte im Netz

Das Blutbild bestimmen lassen

Wann lohnt sich ein großes Blutbild?
15.01.2018

 Beim großen Blutbild werden die roten und weißen Blutkörperchen einem ausführlichen Labortest unterzogen.

Ein großes Blutbild bieten nicht alle Hausärzte an. Dabei gibt es Aufschluss über viele mögliche Erkrankungen. Wann ist die umfangreiche Laboruntersuchung sinnvoll? Für ein Blutbild genügt eine einfa


Ein großes Blutbild bieten nicht alle Hausärzte an. Dabei gibt es Aufschluss über viele mögliche Erkrankungen. Wann ist die umfangreiche Laboruntersuchung sinnvoll? Für ein Blutbild genügt eine einfache Blutprobe vom Patienten. Die anschließende Auswertung im Labor gestaltet sich hingegen sehr komplex – insbesondere beim großen Blutbild. Während das kleine Blutbild die Zahl und Gestalt der roten Blutkörperchen sowie die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) umfasst, schließt das große Blutbild zusätzlich die weißen Blutkörperchen ein. Diese spielen eine wichtige Rolle für das Immunsystem. Im Labor werden sie aufgeschlüsselt in Monozyten, Lymphozyten und Granulozyten, weshalb Mediziner vom Differenzialblutbild sprechen. Großes Blutbild informiert über Infektionen oder Mangelzustände Das große Blutbild gibt dem Arzt genauere Hinweise auf mögliche Erkrankungen des Patienten – zum Beispiel auf Infektionskrankheiten, Erkrankungen der Leber oder Niere oder auf eine Schilddrüsenfehlfunktion. Auch über Mangelzustände verschafft das große Blutbild Klarheit, indem es über Nährstoffe im Blut wie Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiße Auskunft gibt. Gesetzliche Krankenkassen erstatten Blutbild nicht Ein großes Blutbild erstellt am besten der Internist. Welche Blutwerte er im Labor bestimmt, hängt davon ab, über welche möglichen Erkrankungen der Patient Bescheid wissen möchte. Die Kosten für die Auswertung eines Blutbilds, ob klein oder groß, erstatten lediglich private Krankenkassen. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben dafür alle zwei Jahre Anspruch auf eine Blutuntersuchung, die Leberwerte, Cholesterin und den Blutzucker beinhaltet. Quelle: http://www.internisten-im-netz.de/|Internisten im Netz

Eisenmangel bei Herzschwäche

Experten fordern regelmäßigen Test
11.01.2018

 Experten halten es für sinnvoll, bei Herzpatienten regelmäßig die Eisenwerte zu prüfen.

Patienten mit einer chronischen Herzschwäche leiden häufig unter einem Eisenmangel, der ihr Leiden noch verschlimmern kann. Experten fordern daher eine regelmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzp


Patienten mit einer chronischen Herzschwäche leiden häufig unter einem Eisenmangel, der ihr Leiden noch verschlimmern kann. Experten fordern daher eine regelmäßige Überprüfung der Eisenwerte bei Herzpatienten. Sind Sie ständig müde, können sich schlecht konzentrieren und bringen körperlich nicht die gewohnte Leistung? Schuld könnte ein Eisenmangel sein. Die Mangelerscheinung betrifft viele Menschen, besonders häufig aber Herzpatienten. Bei einer chronischen Herzschwäche nimmt der Körper nur vermindert Eisen aus dem Darm auf. Die verminderte Zufuhr erschwert es dem Herzmuskel, seine Pumpfunktion zu erfüllen. Eisenstoffwechsel regelmäßig bei Herzpatienten prüfen „In Anbetracht der Häufigkeit und klinischen Folgen des Eisenmangels sollte bei allen Patienten mit Herzschwäche routinemäßig der Eisenstoffwechsel überprüft werden“, fordert Dr. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Dabei sollten die Werte von Ferritin, Transferrin und Hämoglobin (roter Blutfarbstoff) bestimmt werden. Letzterer zeigt, ob eine Blutarmut vorliegt. Eisentabletten bei Herzschwäche unwirksam Wird ein Eisenmangel festgestellt, muss etwa alle drei Monate intravenös eine Eiseninfusion verabreicht werden. „Eine Eisenzufuhr über eisenhaltige Tabletten ist nicht möglich, weil bei Herzschwäche eisenhaltige Tabletten vom Darm nicht aufgenommen werden können“, erklärt Meinertz. Weitere Informationen zum Thema Herzschwäche erhalten Sie im Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“, den Sie kostenfrei bei der Deutschen Herzstiftung online oder telefonisch unter 069 955128400 bestellen können. Quelle: http://www.herzstiftung.de/|Deutsche Herzstiftung

Fettleber durch Snacks & Softdrinks

Auf XXL-Packungen verzichten
09.01.2018

 Ungesunde Zwischenmahlzeiten wie Softeis begünstigen auf Dauer die Entstehung einer Fettleber.

Ob Cola in der 2-Liter-Flasche oder Schokolade als 300-Gramm-Tafel: Zu viel Zuckerhaltiges begünstigt die Entstehung einer Fettleber. Betroffene können die Erkrankung jedoch aufhalten. Viele der heut


Ob Cola in der 2-Liter-Flasche oder Schokolade als 300-Gramm-Tafel: Zu viel Zuckerhaltiges begünstigt die Entstehung einer Fettleber. Betroffene können die Erkrankung jedoch aufhalten. Viele der heute in Industrieländern verbreiteten Krankheiten sind auf eine Ursache zurückzuführen: zu viel Zucker auf dem Speiseplan. Einer dieser Erkrankungen ist das metabolische Syndrom – „eine Risiko-Kombination aus Übergewicht, erhöhten Blutfettwerten, Bluthochdruck und Diabetes, die sehr häufig auch auf die Leber einen sehr negativen Effekt hat“, erklärt Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Bei hohem Zuckerkonsum drohen Leberzirrhose und Krebs Muss die Leber dauerhaft mehr Zucker aufnehmen als sie abbauen kann, lagert sie die Überschüsse in Form von Fett ein. Eine solche Fettleber weist mittlerweile jeder dritte Erwachsene hierzulande auf, auch unter Kindern nimmt die Zahl stetig zu. Zeigen sich anfangs noch keine ernsthaften Beschwerden, drohen schließlich eine Leberzirrhose und Leberzellkrebs. Fettleber kann sich durch bessere Ernährung zurückbilden Die gute Nachricht: Eine Fettleber kann sich zurückbilden – vorausgesetzt, die Betroffenen ändern dauerhaft ihren Lebensstil. Ist die Erkrankung nicht durch Alkoholkonsum verursacht, hilft neben mehr Bewegung vor allem eine gesündere Ernährung mit weniger Fett und Zucker. Unbedingt verzichten sollten Betroffene laut Manns auf zuckerreiche Snacks und Softdrinks in XXL-Packungen. „Ich weiß, dass es nicht einfach ist, Gewohnheiten wie den Genuss von süßen Snacks zwischendurch zu ändern, doch vielleicht gibt ein Arztbesuch mit einer Kontrolle der Leberwerte bei einer Blutuntersuchung den notwendigen Motivationsschub zu einem gesünderen Leben ab 2018“, hofft der Mediziner. Quelle: http://www.deutsche-leberstiftung.de/|Deutsche Leberstiftung

Weihrauch bei Multipler Sklerose?

Studie zeigt heilende Wirkung
08.01.2018

 Die entzündungshemmende Wirkung von Weihrauch könnte bei Multipler Sklerose helfen.

Bereits die alten Ägypter sahen in Weihrauch ein bedeutendes Heilmittel. Nun zeigten Forscher, dass sich das Gummiharz zur Therapie der Multiplen Sklerose eignen könnte. Weihrauch wird eine entzündun


Bereits die alten Ägypter sahen in Weihrauch ein bedeutendes Heilmittel. Nun zeigten Forscher, dass sich das Gummiharz zur Therapie der Multiplen Sklerose eignen könnte. Weihrauch wird eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung nachgesagt, weshalb er sich etwa zur Behandlung einer rheumatoiden Arthritis oder der Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eignet. Aufgrund fehlender Zulassungsstudien sind Weihrauch-Präparate hierzulande allerdings nicht als Arzneimittel erhältlich. Das könnte sich in Zukunft ändern: Ein norddeutsches Forscherteam hat nun vielversprechende Ergebnisse vorgelegt zur Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) mit Weihrauch. Entzündungsaktivität nimmt durch Weihrauch ab Unter Leitung der Kieler Neurologin Dr. Klarissa Stürner nahmen 28 MS-Patienten mit frühem Krankheitsstadium über acht Monate hinweg dreimal täglich Kapseln mit Weihrauchextrakt ein. MRT-Untersuchungen der Patienten zeigten: Die Entzündungsaktivität der Multiplen Sklerose hatte im Laufe der Behandlung deutlich abgenommen. Weihrauch bei leichteren MS-Fällen eine Behandlungsoption? Zwar befinde sich die Studie noch in einer frühen Phase, dennoch hätten die Ergebnisse die Erwartungen bereits jetzt übertroffen, erklärt Stürner. Da die Weihrauch-Therapie vergleichsweise geringe Nebenwirkungen aufweist, ist sie insbesondere bei leichteren MS-Fällen eine mögliche Behandlungsoption. MS-Patienten raten die Forscher jedoch ausdrücklich davon ab, eigenständig frei erhältliche Weihrauch-Präparate einzunehmen. Quelle: Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Schmerzen infolge der Gürtelrose

Bleibenden Schäden vorbeugen
04.01.2018

 Eine Gürtelrose tritt häufig in der Rückengegend auf.

Wird eine Gürtelrose nicht frühzeitig konsequent behandelt, drohen bleibende Nervenschäden mit starken Schmerzen. Wie Betroffene sich verhalten sollten. Eine Gürtelrose ist selbst schon unangenehm. W


Wird eine Gürtelrose nicht frühzeitig konsequent behandelt, drohen bleibende Nervenschäden mit starken Schmerzen. Wie Betroffene sich verhalten sollten. Eine Gürtelrose ist selbst schon unangenehm. Wird sie nicht fachgerecht behandelt, drohen darüber hinaus bleibende Nervenschäden mit brennenden, teils attackenartigen Schmerzen, Berührungsempfindlichkeit und Juckreiz. Unter Medizinern ist diese Komplikation als Post-Zoster-Neuralgie bekannt. Schon bei ersten Krankheitszeichen handeln Um zu verhindern, dass es infolge einer Gürtelrose zur Post-Zoster-Neuralgie kommt, müssen Betroffene frühzeitig handeln: „Möglichst innerhalb der ersten beiden Tage nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen wie den typischen schmerzhaften Bläschen sollte eine antivirale Behandlung beginnen“, betont Dr. Gereon Nelles vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte. „Gleichzeitig ist eine ausreichende Schmerztherapie ganz wichtig, damit die Beschwerden nicht chronisch werden.“ Hierfür bieten sich verschiedene Arzneimittel, die individuell unterschiedlich gut wirken: Neben Lidocain-haltigen Pflastern eignen sich einige Antidepressiva und Antikonvulsiva sowie Capsaicin. Rezeptfreie Schmerzmittel reichen für gewöhnlich nicht aus. Ältere Personen sollten über Impfung nachdenken Das Risiko, an einer Gürtelrose zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Da sie bei älteren Personen auch häufiger einen schweren Verlauf nimmt, kann sich eine Impfung lohnen. Diese ist für Patienten ab 50 Jahren zugelassen, schützt jedoch nur für wenige Jahre zuverlässig. Vorab ist zudem zu klären, ob die Krankenversicherung die Impfkosten übernimmt. Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz

Botox: Nicht nur gegen Falten

Nervengift vielseitig einsetzbar
03.01.2018

 Bei chronischer Migräne ist Botox erfolgreicher als konventionelle Behandlungen.

Botulinumtoxin kennen die meisten als Botox aus der Schönheitschirurgie. Doch das Nervengift hilft nicht nur gegen Falten, sondern auch gegen Erkrankungen. Chronische Migräneattacken verursachen ein


Botulinumtoxin kennen die meisten als Botox aus der Schönheitschirurgie. Doch das Nervengift hilft nicht nur gegen Falten, sondern auch gegen Erkrankungen. Chronische Migräneattacken verursachen ein kaum vorstellbares Leid. Viele Betroffene hatten lange Zeit keine andere Wahl als die ständig wiederkehrenden heftigen Kopfschmerzen auszuhalten – bis die vorbeugende Wirkung von Botulinumtoxin entdeckt wurde. Das unter dem Handelsnamen Botox® bekannte Nervengift hemmt die Erregungsübertragung von Nervenzellen und verringert die Anzahl der Schmerzattacken bei vielen Migräne-Patienten deutlich. Meilenstein in der Therapie der Reizblase Die Zulassung zur Migräne-Prophylaxe im Jahr 2011 ist nur einer von vielen Erfolgen von Botox. Zwei Jahre später wurde der Wirkstoff zur Behandlung der Reizblase zugelassen – laut Experten ein Meilenstein in der Therapie. Auch gegen übermäßiges Schwitzen, Zähneknirschen und verschiedene Formen von Spasmen setzen Ärzte Botox erfolgreich ein. Mittlerweile diskutieren Mediziner die Anwendung bei Depressionen. Medizinische Botox-Behandlung eventuell erstattungsfähig Bei medizinischen Botox-Behandlungen können Patienten auf eine Kostenübernahme hoffen. Dies hängt allerdings von der Krankheitsgeschichte des Patienten und der Schwere seiner Erkrankung ab. „Patienten, deren Arzt eine Botox-Therapie auf Privatrechnung durchführen möchte, sollten sich wie bei allen individuellen Gesundheitsleistungen an ihre Krankenkasse wenden“, rät Heinz-Ulrich König von der Siemens-Betriebskrankenkasse. „Diese kann beraten, ob die Leistung tatsächlich keine Kassenleistung ist und gegebenenfalls bei der Suche nach einer Alternativtherapie helfen.“ Quelle: SBK, Pharmazeutische Zeitung

Essstörungen zunehmend verbreitet

Hoher Anstieg bei älteren Frauen
29.12.2017

 Essstörungen verzeichnen vor allem unter Frauen jenseits der 50 einen hohen Anstieg.

Die Zahl der Mädchen und Frauen, die an einer Essstörung leiden, nimmt immer weiter zu. Besonders hoch ist der Anstieg unter älteren Frauen. Die gesundheitlichen Folgen sind teils gravierend. Essstör


Die Zahl der Mädchen und Frauen, die an einer Essstörung leiden, nimmt immer weiter zu. Besonders hoch ist der Anstieg unter älteren Frauen. Die gesundheitlichen Folgen sind teils gravierend. Essstörungen (Magersucht, Bulimie, Binge Eating) verzeichnen seit Jahrzehnten einen hohen Anstieg in der Bevölkerung. Zwar sind auch Jungen und Männer betroffen, laut einer Befragung der KKH Krankenkasse sind fünf von sechs Erkrankten allerdings weiblich. Eine neue Entwicklung ist der besonders starke Anstieg in der Generation 50plus: Zwischen 2006 und 2016 nahm in dieser Altersgruppe die Zahl der erkrankten Frauen um ganze 125 Prozent zu. Nahestehende sollten auf Erkrankungsanzeichen achten Wird gestörtes Essverhalten nicht frühzeitig erkannt und behandelt, drohen ernste körperliche und psychische Folgen wie hormonelle Veränderungen, Osteoporose und Depressionen. Nach wie vor sind Essstörungen jedoch gesellschaftlich stigmatisiert, weshalb die Betroffenen sie meist verschweigen oder selbst nicht wahrhaben wollen. Angehörige und nahestehende Personen sollten bei Verdacht auf typische Symptome achten. Dazu gehören:

  • gereizte oder gedrückte Stimmung
  • sozialer Rückzug
  • auffälliges Essverhalten (Diät als Dauerzustand, extrem einseitige Ernährung, Verzehr großer Mengen)
  • Gewichtsveränderungen.

Heilungschancen stehen bei einer Therapie gut Erhärtet sich der Verdacht, ist es sinnvoll, die betroffene Person auf ihr verändertes Verhalten anzusprechen. Das Gewicht oder das Essverhalten sollten dabei aber nicht zu sehr im Mittelpunkt stehen. Bietet man Unterstützung an und motiviert zu weiterführender Hilfe, ist bereits viel gewonnen. Nehmen Erkrankte eine Therapie in Anspruch, stehen die Heilungschancen gut. „Den ersten wichtigen Schritt müssen Betroffene jedoch selbst gehen“, betont Präventionsexpertin Franziska Klemm, „das heißt ihre Erkrankung eingestehen und professionelle Hilfe suchen.“ Quelle: KKH

Antibiotika wie lange einnehmen?

Einnahmedauer mit Arzt absprechen
15.12.2017

 Grundsätzlich gilt zur Einnahmedauer von Medikamenten: so kurz wie möglich, aber so lange wie nötig.

Antibiotika werden häufig länger eingenommen als notwendig. Doch ein zu frühes Absetzen ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Hinweise zur optimalen Einnahmedauer. Viele Ärzte raten ihren Patie


Antibiotika werden häufig länger eingenommen als notwendig. Doch ein zu frühes Absetzen ist mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Hinweise zur optimalen Einnahmedauer. Viele Ärzte raten ihren Patienten auch dann noch zur Antibiotika-Einnahme, wenn ihre Krankheitssymptome bereits abgeklungen sind. Das macht nicht nur Nebenwirkungen wahrscheinlicher: Es fördert auch die Entstehung resistenter Bakterien. Dabei zeigen Studien, dass eine kürzere Einnahmedauer bei vielen Infektionen genauso wirksam ist wie eine längere Antibiotikatherapie. Antibiotika niemals in Eigenregie absetzen „Dennoch bedeutet dies nicht, dass Patienten ein Antibiotikum eigenhändig absetzen sollten, sobald ihre Symptome verschwunden sind“, betont Dr. Winfried Kern, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI). Ausschlaggebend für die Dauer der Anwendung sind die Art der Erkrankung, ihre Schwere und ihr Verlauf sowie der jeweilige Bakterientyp. „Bei einer Harnwegsinfektion kann es mitunter ausreichen, das Medikament nur einen Tag lang einzunehmen. Im Falle einer schweren Infektion mit Staphylokokken dagegen müssen Betroffene Antibiotika oft mehrere Wochen lang zu sich nehmen“, erklärt der Mediziner. Einnahmedauer entscheidet sich stets im Einzelfall Wie lange ein Antibiotikum eingenommen werden sollte, entscheidet sich also stets im Einzelfall. „Ein Arzt gibt idealerweise eine Einnahmedauer vor, die gezielt auf die jeweilige Infektion und ihren zu erwartenden Verlauf abgestimmt ist“, erläutert Dr. Gerd Fätkenhauer, Vorsitzender der DGI. Am Patient liegt es dann, das Medikament nach Vorgabe einzunehmen und keine Dosen auszulassen. Klingt die Erkrankung frühzeitig ab oder schlägt das Mittel nicht an, ist das weitere Vorgehen mit dem Arzt zu besprechen. Quelle: http://www.internisten-im-netz.de/|Internisten im Netz

„Raucherbein“ auf dem Vormarsch

Neue Leitlinien zur pAVK-Behandlung
13.12.2017

 Schmerzen in den Beinen sind ein typisches Symptom der pAVK.

Auch wenn sie im Volksmund als Raucherbein bekannt ist: Von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind nicht nur Raucher betroffen. Nun wurden die Behandlungsleitlinien aktualisiert.


Auch wenn sie im Volksmund als Raucherbein bekannt ist: Von der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) sind nicht nur Raucher betroffen. Nun wurden die Behandlungsleitlinien aktualisiert. Bei einer pAVK verkalken die Beinarterien zunehmend, was die Durchblutung stört. Patienten haben dann Schmerzen beim Gehen und müssen häufig stehen bleiben, weshalb die PAVK auch als „Schaufensterkrankheit“ bekannt ist. „Nach Schätzungen liegt die Zahl der über 40-Jährigen, die an einer pAVK leiden, mittlerweile bei fünf bis zehn Prozent“, berichtet die Kardiologin Dr. Christiane Tiefenbacher. Im Spätstadium droht eine Amputation. pAVK betrifft nicht nur die Beine Die Entstehung einer pAVK wird durch ähnliche Faktoren begünstigt wie kardiovaskuläre Erkrankungen. Dazu gehören Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht. Häufig tritt neben einer pAVK daher eine koronare Herzkrankheit auf. Auch Ablagerungen an der Halsschlagader sind nicht untypisch. Patienten mit einer pAVK haben folglich ein hohes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Clopidogrel wirksamer als ASS Um arteriosklerotische Prozesse aufzuhalten, empfiehlt die europäische Fachgesellschaft der Kardiologen neuerdings vor allem eine Behandlung mit Statinen, einer cholesterinsenkenden Wirkstoffgruppe. Zur Hemmung der Thrombozyten-Verklumpung wird Clopidogrel nun als wirksamer angesehen als ASS. Werden Gerinnungshemmer eingenommen, sollte Clopidogrel allerdings nicht zum Einsatz kommen, da sonst das Blutungsrisiko steigt. Stent-Implantation teilweise Bypass-Operation vorzuziehen Während bei Behandlungen an der Halsschlagader die Stent-Implantation gegenüber chirurgischen Eingriffen aufgewertet wurde, kann bei stark verkalkten Beinarterien weiterhin eine Bypass-Operation sinnvoll sein. „Die Ergebnisse sind hier besser geworden“, berichtet Tiefenbacher. Quelle: http://dgk.org/|Deutsche Gesellschaft für Kardiologie

Arznei: Achtung bei Nierenschwäche

Dosierung mit Apotheker abklären
08.12.2017

 Wie sind Medikamente bei einer Nierenschwäche zu dosieren? Apotheker wissen Rat.

Eine unsachgemäße Anwendung von Schmerzmitteln geht langfristig an die Nieren – vor allem, wenn bereits eine Nierenschwäche besteht. Was es bei Ibuprofen, ASS & Co zu beachten gilt. Nierens


Eine unsachgemäße Anwendung von Schmerzmitteln geht langfristig an die Nieren – vor allem, wenn bereits eine Nierenschwäche besteht. Was es bei Ibuprofen, ASS & Co zu beachten gilt. Nierenschwäche bleibt oft lange unerkannt Eine chronische Nierenschwäche verläuft häufig still und leise – bis sich im fortgeschrittenen Stadium Einbußen im Leistungsvermögen sowie übermäßige Wassereinlagerungen (Ödeme) zeigen. Viele Betroffene überfordern ihre Nieren daher, ohne es zu wissen: zum Beispiel durch zu hohe Dosierung von Medikamenten. Da die Nieren mit dem Abbau nicht mehr hinterherkommen, steigt der Wirkstoffspiegel im Körper an, wodurch die Nebenwirkungen der Medikamente zunehmen können. Schmerzmittel möglichst niedrig dosieren Zu den potenziell nierenschädigenden Medikamenten gehören auch rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS, Diclofenac und Naproxen. Je schlechter die Nierenfunktion, desto geringer sind sie zu dosieren. Die Tablettenstärke sowie Häufigkeit und Dauer der Einnahme sollten vorher mit einem Apotheker, bei einer bekannten Nierenschwäche am besten auch mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Hierbei können zudem Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten ausgeschlossen werden. Keine Entwarnung für Nierengesunde Auch für rundum gesunde Menschen gilt: Eine zu hohe Dosierung über einen längeren Zeitraum schadet den Nieren. Halten Schmerzen länger als drei Tage an, sollte die Ursache abgeklärt werden, anstatt die Selbstmedikation fortzuführen. Weitere Informationen zu Ibuprofen, Diclofenac & Co: Schmerzmittel im Vergleich Quelle: http://www.apothekerkammer.de/|Landesapothekerkammer Hessen