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Eltern und Kind

Kindern Arznei geben

So gelingt die Medikamentengabe
20.01.2018

 Manche Arzneimittel sind gleich viel angenehmer, wenn Kinder sie mit einer Tasse Tee herunterspülen.

Dem kranken Kind Hustensaft, Augentropfen oder Zäpfchen zu verabreichen, wird für Eltern mitunter zur Nervenprobe. Mit den folgenden Tricks überzeugen Sie Ihren kleinen Patienten. Arzneimitteln könne


Dem kranken Kind Hustensaft, Augentropfen oder Zäpfchen zu verabreichen, wird für Eltern mitunter zur Nervenprobe. Mit den folgenden Tricks überzeugen Sie Ihren kleinen Patienten. Arzneimitteln können die wenigsten Kinder etwas abgewinnen. Bei mancher Erkrankung führt jedoch kein Weg an ihnen vorbei. Eltern sollten sich dann auf keine langen Diskussionen einlassen. Erklären Sie dem Sprössling stattdessen kurz und altersgerecht die Notwendigkeit der Einnahme. Sagen Sie zum Beispiel: „Davon gehen die Schmerzen weg.“ Eventuell können Sie auch eine anschließende Belohnung in Aussicht stellen. Je nach Darreichungsform gibt es verschiedene Tricks, die Einnahme für den Nachwuchs möglichst angenehm zu gestalten. Tipp: Wenn Ihr Kind zum Beispiel deutlich besser mit Zäpfchen als mit Tabletten klarkommt, fragen Sie Ihren Kinderarzt, ob er das Medikament auch in dieser Form verschreiben kann. Arzneisäfte ihrem Nachgeschmack berauben Da Arzneisäfte sich auf den Tropfen genau dosieren lassen, eignen sie sich für den Nachwuchs besonders gut. Viele Kinder ekeln sich jedoch vor dem bitteren Nachgeschmack. Lagern Sie den Saft daher am besten im Kühlschrank, Kälte mildert die Geschmacksintensität nämlich ab. Manche Wirkstoffe können Sie auch mit wohlschmeckendem Tee oder Fruchtsäften vermischen. Halten Sie davor aber sicherheitshalber mit Ihrem Apotheker Rücksprache. Tipp: Um die Geschmacksrezeptoren des Sprösslings gleich ganz zu umgehen, können Sie den Saft mit einer Pipette oder einer nadellosen Spritze hinter die Backenzähne träufeln. Augen- und Ohrentropfen auf Temperatur bringen Augen- und Ohrentropfen empfinden Kinder vor allem dann als unangenehm, wenn sie zu kalt sind. Wärmen Sie das Fläschchen daher vorab in der Hand oder in warmem Wasser an. Bei Ohrentropfen ist die Gabe meist recht unkompliziert: Lassen Sie das Kind dafür seitlich auf ihrem Schoß liegen, also mit einem Ohr nach oben, und ziehen Sie sanft die Ohrmuschel nach hinten oben. Das erleichtert das Eintropfen in den Gehörgang. Mit Augentropfen tun sich Kinder häufig besonders schwer – zumindest wenn sie direkt ins offene Auge eingetropft werden. Durch häufiges Blinzeln sind oft mehrere Versuche nötig. Die Alternative: Lassen Sie den Sprössling mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegen. Geben Sie den Tropfen aus kurzer Distanz in den Augeninnenwinkel und ziehen Sie dann das geschlossene Unterlid sanft herunter, damit der Tropfen ins Auge läuft. Läuft er stattdessen über die Wange, probieren Sie es erneut. Tipp: Steht Ihr Kind mit Augentropfen auf Kriegsfuß, besteht auch die Möglichkeit, die Tropfen einfach im Schlaf zu verabreichen. Wie Zäpfchen am besten „flutschen“ Bei kleineren Kindern sind Zäpfchen oft das Mittel der Wahl. Legen Sie das Kind dafür mit angewinkelten Beinen auf den Rücken oder auf die Seite. Wärmen Sie das Zäpfchen kurz an oder befeuchten Sie es mit warmem Wasser. Führen Sie das Zäpfchen dann am besten „verkehrt herum“ mit der stumpfen Seite ein. Eine Studie zeigte, dass es so besser im Enddarm bleibt. Drücken Sie die Pobacken des Kindes anschließend leicht zusammen, damit das Zäpfchen nicht gleich wieder rausflutscht. Tipp: Fällt das Einführen schwer, betupfen Sie das Zäpfchen mit etwas Vaseline. Cremes und Öle sind hingegen tabu, sie können die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen. Tabletten schlucken leichter gemacht Mit Tabletten kommen Kinder in der Regel ab sechs Jahren zurecht, teilweise tun sich aber noch Zehnjährige mit dem Schlucken schwer. Eine Möglichkeit ist es dann, die Tabletten zu zerkleinern. Tun Sie das aber nur in Rücksprache mit Arzt oder Apotheker, bei manchen Präparaten drohen nämlich Wirkstoffverluste. Lassen Sie Ihr Kind Tabletten niemals im Liegen nehmen, es droht sich sonst zu verschlucken! Damit die Arznei gut rutscht, sollte sie mit Flüssigkeit eingenommen werden. Am besten geben Sie Ihrem Kind schon vor der Einnahme etwas zu trinken, etwa Wasser oder Tee. Verabreichen Sie Arznei niemals zusammen mit Milch oder Grapefruitsaft – sie verändern die Wirkung des Medikaments im Körper! Tipp: Manche Kinder tun sich mit dem Schlucken leichter, wenn das Medikament in etwas Apfelmus oder Kartoffelbrei vermengt ist.

RSV-Infektion bei Säuglingen

Nicht mit Erkältung verwechseln
17.01.2018

 Bei Verdacht auf RS-Viren sollten Eltern unbedingt den Kinderarzt kontaktieren.

Von außen betrachtet ähnelt eine RSV-Infektion oft einer harmlosen Erkältung. Doch gerade bei Säuglingen drohen schwerwiegende Komplikationen. Wann Eltern handeln sollten. Infektionen mit dem Respira


Von außen betrachtet ähnelt eine RSV-Infektion oft einer harmlosen Erkältung. Doch gerade bei Säuglingen drohen schwerwiegende Komplikationen. Wann Eltern handeln sollten. Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus, kurz RSV, treten zwar auch bei Erwachsenen auf. In den meisten Fällen sind allerdings Kinder unter zwei Jahren betroffen. Die Symptome – Husten, Schnupfen, Fieber – klingen meist innerhalb einer Woche von alleine ab. Babys droht bei RSV-Infektion Lungenentzündung Eltern sollten die Lungenerkrankung dennoch unbedingt ernst nehmen: Gerade in den ersten Lebensmonaten droht Babys ein schwerer Krankheitsverlauf mit Bronchiolitis (Entzündung der Bronchiolen) und Lungenentzündung. Eine schwere RSV-Infektion äußert sich unter anderem in einer beschleunigten Atmung und Unlust zu trinken. Eltern sollten bei Verdacht auf RS-Viren den Kinderarzt kontaktieren und eventuell eine Notfallambulanz aufsuchen. Babys möglichst vor RSV-Infektion beschützen RS-Viren werden per Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Da Säuglinge nur ein schwach ausgeprägtes Abwehrsystem haben, kommen sie am besten gar nicht erst in Kontakt mit den Erregerviren. Experten empfehlen Eltern und Betreuern daher, häufig die Hände zu waschen und harte Oberflächen im Haushalt regelmäßig zu desinfizieren. Zudem sollten sie das Baby in den ersten Lebensmonaten möglichst nicht großen Menschenmengen aussetzen. Quelle: Kinderärzte im Netz

Fieber im Kindesalter

Wann sollten Eltern handeln?
23.11.2017

 Bei Fieber brauchen Kinder viel Ruhe und Flüssigkeit. Um die exakte Temperatur zu bestimmen, sollte am besten im Po statt im Mund gemessen werden.

Erkrankungen gehen bei Kindern besonders häufig mit Fieber einher. Zwar handelt es sich dabei um eine sinnvolle Schutzreaktion des Körpers – in manchen Fällen sollten Eltern jedoch umgehend reag


Erkrankungen gehen bei Kindern besonders häufig mit Fieber einher. Zwar handelt es sich dabei um eine sinnvolle Schutzreaktion des Körpers – in manchen Fällen sollten Eltern jedoch umgehend reagieren. Das Dreitagefieber ist eine typische Kinderkrankheit, deren Name den fieberhaften Verlauf schon andeutet. Auch andere Krankheiten, zum Beispiel die akute Mittelohrentzündung, sind bei kleineren Kindern oft von Fieber begleitet – schließlich ist ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt. Fieber senken nicht immer sinnvoll Die Apothekerin Heidi Günther erklärt: „Fieber ist ein typisches Symptom dafür, dass der Körper gegen Krankheitserreger ankämpft. Es handelt sich also nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern ist ein Zeichen für eine gesunde Körperreaktion, um eingedrungene Viren oder Bakterien zu beseitigen. Ein ansonsten gesunder Körper sollte daher auch mal fiebern dürfen.“ Fiebersenkende Maßnahmen richten sich laut Günther nicht gegen die Ursache der Krankheit und verkürzen auch nicht ihren Verlauf. „Ich rate den Eltern, das Kind lieber sorgfältig zu beobachten und auf seine Bedürfnisse einzugehen.“ Das Immunsystem des Kindes unterstützen Bei Krankheiten, die von Fieber begleitet werden, helfen Kindern vor allem zwei Maßnahmen: ausreichend trinken und im Bett bleiben. Daneben empfiehlt Günther: „Eltern können ihrem fiebernden Kind helfen, indem sie, je nach Phase, Wärme zuführen, beispielsweise über Decken, Wärmekissen und warmen Tee, oder den Körper bei seinen Bemühungen um Abkühlung unterstützen. Dies kann über eine kühle Raumtemperatur, Wadenwickel oder Waschungen geschehen.“ Wann Eltern einen Arzt aufsuchen sollten Bei ernsten Symptomen sollten Eltern mit kleinen Kindern umgehend einen Arzt aufsuchen. Dazu gehören:

  • Durchfall oder Erbrechen
  • starke Hals- und Ohrenschmerzen, Nackensteife oder trockener Husten
  • Fieber über 40 Grad
  • Fieber, das trotz Antibiotika-Therapie länger als drei Tage anhält.

Quelle: Barmer

Kinderkrankheiten in Deutschland

Verlauf heute zumeist harmlos
18.10.2017

 Kinder erkranken besonders häufig an Infekten.

In der kalten Jahreszeit verbreiten sich Infekte in Kitas und Kindergärten besonders häufig. Neben Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen treten sogenannte Kinderkrankheiten auf. Was Eltern wissen so


In der kalten Jahreszeit verbreiten sich Infekte in Kitas und Kindergärten besonders häufig. Neben Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen treten sogenannte Kinderkrankheiten auf. Was Eltern wissen sollten. Aufgrund flächendeckender Impfungen treten viele typische Kinderkrankheiten wie Mumps oder Röteln in Deutschland heute kaum noch auf. Doch nicht alle Kinderkrankheiten sind so selten geworden – denn häufig existiert kein Impfstoff. Zwar verlaufen die Erkrankungen meist harmlos, unangenehm werden können sie trotzdem. Drei-Tage-Fieber ist meist schnell überstanden Eine der häufigeren Kinderkrankheiten ist das Drei-Tage-Fieber, das bis zum Ende des dritten Lebensjahres auftritt. Wie der Name sagt, leiden betroffene Kinder rund drei Tage an hohem Fieber, bevor es abrupt zurückgeht und einem fleckigen Hautausschlag weicht, der aber schnell verfliegt. Hand-Mund-Fuß-Krankheit kann wiederkommen Bei der Hand-Mund-Fuß-Krankheit beschreibt der Name die betroffenen Körperstellen: Es kommt nämlich, nach grippeähnlichen Symptomen, zu einer schmerzhaften Bläschenbildung im Mundraum sowie an den Handflächen und Fußsohlen. In der Regel sind Kinder zwischen zwei und sechs Jahren betroffen. Im Gegensatz zu anderen Kinderkrankheiten ist eine erneute Ansteckung möglich. Ringelröteln treffen auch ältere Kinder Kinder zwischen fünf und 15 Jahren sind häufig von Ringelröteln betroffen. Bis auf den Namen hat die Krankheit mit Röteln nichts gemeinsam. Häufig verläuft sie symptomlos, es kann aber zu ringelförmigen Ausschlägen kommen. Eine mögliche Gefahr besteht in der Schwangerschaft, da das ungeborene Kind geschädigt werden kann. Quelle: KKH Kaufmännische Krankenkasse

Sandkasten: Brutstätte für Keime?

Vorsichtsmaßnahmen treffen
19.09.2017

 Den Sandkasten mögen nicht nur Kinder, sondern auch Keime.

In Sandkästen finden sich zahlreiche Keime, die zum Teil die Gesundheit der spielenden Kinder beeinträchtigen können. Das zeigen Untersuchungen aus Spanien und den USA. Welche Vorsichtsmaßnahmen helfe


In Sandkästen finden sich zahlreiche Keime, die zum Teil die Gesundheit der spielenden Kinder beeinträchtigen können. Das zeigen Untersuchungen aus Spanien und den USA. Welche Vorsichtsmaßnahmen helfen. Ein spanisches Forscherteam testete in einer aktuellen Untersuchung Sandkästen auf Keime und kam zum Ergebnis: Knapp jeder zweite war mit dem Bakterium Clostridium difficile (C. difficile) kontaminiert. Eine Infektion mit dem Erreger verläuft bei Gesunden zwar meist harmlos, kann im Falle einer Immunschwäche aber auch ernsthafte Erkrankungen wie eine Dickdarmentzündung nach sich ziehen. Laut Dr. Marc Siegel vom NYU Langone Medical Center in New York City zeigt die Studie, dass sich C. difficile nicht nur in Krankenhäusern und Pflegeheimen zunehmend verbreitet, sondern mittlerweile auch in Gemeinschaftsanlagen wie Spielplätzen zu finden ist. Haustiere können Keime im Sandkasten hinterlassen Weitere Studien zeigen, dass sich neben dem Bakterium C. difficile häufig auch Parasiten wie zum Beispiel Würmer im Sand nachweisen lassen. Anstecken können Kinder sich über den Kot von Katzen oder Hunden, die den Sandkasten als Toilette nutzen. Die Vereinigung amerikanischer Kinderärzte (American Academy of Pediatrics) empfiehlt zur Vorbeugung einer Ansteckung:

  • Sandkasten abdecken, wenn er nicht in Gebrauch ist
  • Sand vor dem Abdecken trocknen lassen, da feuchter Sand Bakterienwachstum begünstigt
  • Sand regelmäßig durchrechen, um Unrat oder anderes Fremdmaterial zu entfernen
  • Haustiere nicht im Sand spielen lassen

Siegel ergänzt: „Wenn Sie Ihre Kinder in Sandkästen spielen lassen, stellen Sie sicher, dass sie ihre Hände waschen oder zumindest Desinfektionstücher verwenden, bevor und nachdem sie spielen.“ Quelle: Kinderärzte im Netz