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Eltern und Kind

Schütteltrauma bei Babys

Wenn Eltern überreagieren
28.12.2017

 Schreibabys bringen ihre Eltern oft zur Weißglut.

Beim Versuch, ihr schreiendes Baby durch Schütteln zu beruhigen, können Eltern schlimme Schäden anrichten. Eine neue Kampagne informiert über das Risiko des Schütteltraumas. Einer aktuellen Umfrage z


Beim Versuch, ihr schreiendes Baby durch Schütteln zu beruhigen, können Eltern schlimme Schäden anrichten. Eine neue Kampagne informiert über das Risiko des Schütteltraumas. Einer aktuellen Umfrage zufolge vertritt jeder vierte Bundesbürger die Meinung, dass Schütteln einem Säugling nicht schadet. Das ist jedoch grundsätzlich falsch: Durch Schütteln können Blutgefäße und Nervenbahnen bei Babys reißen, wodurch bleibende geistige und körperliche Beeinträchtigungen drohen. 10–30 Prozent der Säuglinge sterben sogar an den Folgen eines solchen Schütteltraumas. Dreimonatskoliken sind nicht ungewöhnlich Die meisten Fälle ereignen sich, wenn Eltern oder andere Aufsichtspersonen sich durch ausgedehnte Schreiattacken des Babys – sogenannte Dreimonatskoliken – überfordert fühlen. Oft wissen sie sich nur mit Schütteln zu helfen. „Zwei Drittel der Befragten ist nicht darüber informiert, dass es intensive Schreiphasen im Säuglingsalter geben kann. 18 Prozent der Befragten glauben sogar, dass Babys manchmal nur schreien, um zu ärgern“, beklagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Bundesfamilienministerium will verstärkt aufklären Sie betont daher: „Es ist wichtig, dass Eltern von Babys, die viel schreien, gut informiert sind und wissen, wo sie rechtzeitig Unterstützung finden können.“ Das Bundesfamilienministerium will sich verstärkt um Aufklärung der Eltern bemühen und ihnen Wege aufzeigen, mit schwierigen Erziehungssituationen besser umzugehen. Dafür steht auf der Website der Bundesinitiative Frühe Hilfen ein Infoblatt zum Schütteltrauma bereit. Weitere Informationen sowie ein Aufklärungsfilm finden sich ebenfalls auf der dortigen Website. Wichtige Anlaufstellen für überforderte Eltern sind unter anderem Kinderärzte, Hebammen und Schreiambulanzen. Eine deutschlandweite Übersicht über Schreiambulanzen findet sich unter Schreibaby.de. Quelle: BZgA

Stillen gesund für Mutter und Kind

Bei Stillproblemen in die Apotheke
20.12.2017

 Stillen stärkt nicht nur die Mutter-Kind-Bindung, sondern fördert auch beider Gesundheit.

Vom Stillen profitieren Babys und Mütter gleichermaßen. Bei manchen Müttern ist die Brusternährung allerdings mit Schmerzen verbunden. Hilfe bekommen sie in der Apotheke. Muttermilch ist für Säugling


Vom Stillen profitieren Babys und Mütter gleichermaßen. Bei manchen Müttern ist die Brusternährung allerdings mit Schmerzen verbunden. Hilfe bekommen sie in der Apotheke. Muttermilch ist für Säuglinge nicht nur das natürlichste, sondern auch das gesündeste Nahrungsmittel. Die WHO empfiehlt, Babys in den ersten sechs Lebensmonaten ausschließlich zu stillen. Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern, erklärt den gesundheitlichen Nutzen: „Die in der Muttermilch enthaltenen Antikörper und weitere Immunstoffe sorgen bei Ihrem Kind für ein besseres Abwehrsystem und einen hohen Schutz vor Allergien – und dies weit über die Stillzeit hinaus.“ Stillen senkt Risiko für Brust- und Eierstockkrebs Stillen hat noch mehr Vorzüge: Das Gehirn sowie die Kiefer- und Gesichtsmuskulatur des Säuglings entwickeln sich besser und das Risiko eines plötzlichen Kindstodes sinkt. Auch Mütter profitieren vom Stillen, indem sie seltener an Brust- oder Eierstockkrebs erkranken. Daneben fördert Stillen die Rückbildung der Gebärmutter nach der Geburt. Hilfsmittel gegen Schmerzen beim Stillen Mütter, denen das Stillen Schmerzen bereitet, können sich in der Apotheke Rat holen und Hilfsmittel besorgen wie Brusthütchen, spezielle Kompressen und Brustwarzensalben. „Bei entzündeten Brustwarzen hilft beispielsweise hochreines Lanolin aus der Apotheke. Es wird dünn aufgetragen und muss vor dem Stillen nicht entfernt werden“, erklärt Schmitt. Daneben verschaffen Kältepackungen Linderung. Weitere Erklärungen und praktische Tipps zum Stillen stehen auf der Website des Wissenschaftlichen Instituts für Prävention im Gesundheitswesen http://wipig.de/archiv/item/stillratgeber-3-auflage|zum Download bereit. Quelle: Bayerische Landesapothekerkammer

Muttermilch hilft Frühgeborenen

Frühchen-Nahrungsbedürfnisse anders
14.11.2017

 Die Muttermilch von Frühchen-Müttern ist optimal auf deren Bedürfnisse angepasst.

Bei Müttern von Frühgeborenen setzt sich die Muttermilch anders zusammen als bei Müttern von zeitgerecht geborenen Kindern. Das fanden Forscher nun heraus. Sie eignet sich damit besonders gut für die


Bei Müttern von Frühgeborenen setzt sich die Muttermilch anders zusammen als bei Müttern von zeitgerecht geborenen Kindern. Das fanden Forscher nun heraus. Sie eignet sich damit besonders gut für die speziellen Ernährungsbedürfnisse von Frühchen. Muttermilch ist die optimale Nahrung für eine gesunde Säuglingsentwicklung. Auch Frühgeborene profitieren von der Milch – vor allem dann, wenn sie von der eigenen Mutter stammt: Amerikanische Forscher haben nun herausgefunden, dass die Mütter von Frühchen veränderte, speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnittene RNA-Varianten in der Muttermilch haben. Diese beeinflussen, wie die genetische Information eines Säuglings sich in seinem Aussehen, Stoffwechsel und Verhalten äußert. Frühgeborene, die gestillt werden, entwickeln sich besser Die Forscher fanden in ihrer Studie neun veränderte RNA-Varianten, die unter anderem auf den Energiebedarf und die Magen-Darm-Funktion von Frühchen einwirken. Einige RNA-Varianten stießen die Fettproduktion bei den Frühgeborenen an – aufgrund ihres meist geringen Geburtsgewichts ein lebenswichtiger Prozess. Alternativ: Muttermilch-Spende oder künstliche Zusätze Durch die Entdeckung der Wissenschaftler könnte die Nährstoffversorgung von Frühchen besser an deren Bedürfnisse angepasst werden. „Wir wissen, dass frühgeborene Babys besser gedeihen, wenn sie Muttermilch erhalten und keine Formula-Nahrung, und unsere Ergebnisse können einige dieser gesundheitlichen Vorteile erklären, die mit dem Stillen einhergehen“, erklärt Dr. Steven Hicks vom Penn State College für Medizin. Sei Stillen keine Option, könnten anhand der Ergebnisse besonders geeignete Muttermilch-Spenderinnen ausgesucht werden. Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, die RNA-Varianten im Labor herzustellen und Fläschchenmilch oder Babynahrung künstlich zuzusetzen. Quelle: Kinderärzte im Netz